Hingehört: The Shoes – „Chemicals“
Wie ein Sampler klingt das dritte Album von The Shoes. Die Songs der beiden Franzosen sind nicht nur inhomogen, sondern anti-homogen.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Kritiken, Besprechungen und Rezensionen von aktuellen Alben, EPs und Singles. Mit Bewertung und Anspieltipps.
Wie ein Sampler klingt das dritte Album von The Shoes. Die Songs der beiden Franzosen sind nicht nur inhomogen, sondern anti-homogen.
Zugleich hymnisch und behelfsmäßig können die Lieder auf dem zweiten Album von Empire Escape klingen. Manchmal würde man sich allerdings etwas weniger Pathos und Politur von den Berlinern wünschen.
Nächstes Jahr wird Janet Jackson 50. Wer ihre Musik noch braucht, lässt ihr neues Album „Unbreakable“ allenfalls in ein paar Momenten erkennen.
Dralms schaffen auf ihrem wundervollen Debütalbum „Shook“ genau den Mix aus Minimalismus, Avantgarde und Sexyness, den The Weeknd gerne hinbekommen würde.
Noiserock aus Chemnitz: Das dritte Album von Suralin ist sehr souverän – und kommt mit offizieller Atomino-Unterstützung.
Die drei Lebensabschnitte Boy, Man und Death wollen A Love Like Pi auf ihrem zweiten Album thematisieren. Statt philosophischer Konzepte gibt es aber eher kalkulierten Powerpop.
Zwischen Pop, House und Electro pendelt das zweite Album von Amateur Best. Die Pluspunkte dabei sind eine gute Spannungskurve und die Tatsache, dass alles aus einer Hand kommt.
Petite Noir kommt aus Kapstadt und nutzt auf seinem Debütalbum „La vie est belle“ oft die Zutaten des Rock, verweigert sich aber dessen Eindeutigkeit. Das ist nicht immer umwerfend, aber spannend.
Jetzt habe ich Wanda verstanden. Zumindest ein bisschen. Das zweite Album „Bussi“ feiert das Leben zwischen Kumpels und Kokain.
Wie eine akustische Disneyworld klingt das zweite Album von Chvrches. „Every Open Eye“ bringt zudem in Erinnerung: Lauren Mayberry ist nicht Sexsymbol, sondern Sängerin.
Dekadent, glamourös und ein wenig morbide: Nach wie vor macht niemand so schön das Reh im Scheinwerferlicht wie Lana Del Rey. „Honeymoon“ zeigt, dass sie Un-Pop und Ultra-Pop zugleich ist.
Drei Jungs aus Maastricht und Köln sind Sleep Kit. „Standby Me“ ist ein Appetizer für ihr erstes Album und mischt gekonnt Verschrobenheit mit Härte.
Menace Beach mögen Grunge und sind trotzdem fleißig. Ein paar Monate nach dem Debütalbum haut die Band aus Leeds eine wunderbar unbekümmerte EP raus.
Von wegen „Lichtblick“: Das dritte Album von Haudegen ist so schlecht, dass es weh tut. Geschmacklose Musik transportiert ein krudes Weltbild.
Ukulele statt E-Gitarre: Auch Lou Barlow mag es mittlerweile eher akustisch. Und zeigt erstaunliche Parallelen zu seinem einstigen Dinosaur-Jr.-Kollegen.