Die Nerven – „Fluidum“
Schon auf ihrem Debüt zeigen Die Nerven aus der Nähe von Stuttgart einen sehr intelligenten, ziemlich einmaligen Noiserock.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Plattenkritiken, Rezensionen von Alben, EPs und Singles, Konzertberichte, Listicles, Interviews mit Musikern und Musiktipps.
Schon auf ihrem Debüt zeigen Die Nerven aus der Nähe von Stuttgart einen sehr intelligenten, ziemlich einmaligen Noiserock.
Klavier statt Gitarre, Umwelt statt Innenleben und neuerdings auch englische Texte: Gisbert zu Knyphausen präsentiert sich auf „Das Licht dieser Welt“ mit vielen Neuigkeiten. Auch der Tod eines wichtigen Wegbegleiters hat ihn dazu gebracht.
„Foe“ ist unverkennbar das Werk von Musikern, die das Frickeln an Sounds, Instrumentierung und Effekten maximal zelebrieren. Man Without Country haben aber auch ein Händchen für große Refrains.
Ohio ist im Arsch. Citizen haben auf ihrem dritten Album „As You Please“ den passenden Soundtrack dazu.
Mit Fokus auf Beat und Riffs hat Jamie Lenman (ehemals Reuben) ein großartiges zweites Soloalbum geschaffen.
20 Jahre nach dem Debütalbum veröffentlichen die Stereophonics mit „Scream Above The Sounds“ ihre zehnte Platte. Und zeigen erstaunlich viel Abenteuerlust.
Die Auszeit von Modern Baseball nutzt Jake Ewald für ein zweites Album seines Soloprojekts. „Birdie“ ist grundsolide – aber viel besser, als dieser Begriff klingt.
Anbiedernd und pseudo-modern klingen Weezer auf „Pacific Daydream“. Das hat immer noch seine Momente, wird dem Potenzial dieser Band aber nicht gerecht.
Als Her ihr gleichnamiges Debütalbum veröffentlichten, war nur noch eine Hälfte dieses Duos aus Frankreich am Leben. Auch ohne diese tragische Geschichte wäre es eine besondere Platte.
Mehr Dynamik und mehr Vielseitigkeit haben sich My Sad Captains für „Sun Bridge“ zum Ziel gesetzt. Das hat geklappt.
Von Energie und Kraft des Individuums, ebenso wie von der Gemeinschaft, berichten Nordic Giants auf „Amplify Human Vibrations“ – als Soundtrack zu ihrem eigenen Kurzfilm.
Für Childrenn aus Dänemark ist Verzerrung ein Wert an sich. Ebenso wie Refrains, in denen die Wucht permanent mit der Theatralik im Clinch liegt. Deshalb ist „International Exit“ so spannend.
Hörbar weiterentwickelt haben sich die vier Briten von Temples auf ihrem zweiten Album „Volcano“. Sie sagen, das sei wie von selbst passiert.
Zugezogen Maskulin zeigen erneut, dass Deutschrap (und die Jugend des Landes) noch nicht verloren ist. Der Konflikt zwischen Herkunft und Moment prägt „Alle gegen alle“.
„Flash“ zeigt: Die 17 Jahre seit dem letzten Album haben Fünf Sterne Deluxe leider eher mit Kiffen verbracht, als Ideen für ihren dritten Longplayer zu sammeln.