Kritiken

Buchkritiken und Rezensionen von Romanen und Sachbüchern, Lyrik und Erzählungen.


Things The Grandchildren Should Know Mark Oliver Everett Kritik Rezension

Mark Oliver Everett – „Things The Grandchildren Should Know“

Als Teenager wollte sich Mark Oliver Everett umbringen, weil er so unglücklich war. Danach erlebte er noch unzählige weitere Tragödien. „Things The Grandchildren Should Know“ erzählt, wie aus ihm trotzdem der Sänger der Eels und somit ein Rockstar werden konnte. Das ist rührend, erhellend und sehr intelligent.


Siegfried Lenz – „Deutschstunde“

Der Schüler Siggi Jepsen muss als Strafarbeit einen Aufsatz schreiben und erinnert sich darin an die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs. Siegfried Lenz seziert in „Deutschstunde“ den Unterschied zwischen formaler Pflicht und persönlicher Verantwortung – und überträgt die Techniken der Malerei auf sein Schreiben.

Deutschstunde Siegfried Lenz Kritik Rezension

Zlatan Ibrahimovic Ich bin Zlatan Buchkritik Rezension

Zlatan Ibrahimovic – „Ich bin Zlatan“

Die Autobiographie von Zlatan Ibrahimovic gibt offenherzige Einblicke in die Fußballszene, wird aber vor allem deshalb so gut, weil es um viel mehr geht: Armut, Familie, Migration und Stolz.


Elena Ferrante – „Die Geschichte eines neuen Namens“

Die unzertrennlichen Freundinnen Lila und Lenù driften in Band zwei der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante auseinander. Gerade dieser Zwiespalt aus Symbiose und Wettbewerb macht „Die Geschichte eines neuen Namens“ so spannend.

Die Geschichte eines neuen Namens Elena Ferrante Kritik Rezension

Paul McCartney Philip Norman Kritik Rezension

Durchgelesen: Philip Norman – „Paul McCartney“

Eine faktenreiche Lebensgeschichte von Paul McCartney legt Philip Norman vor. Sein wichtigstes Anliegen: Sir Paul soll endlich nicht mehr als seicht und gefällig, sondern als kreativer, ambitionierter, sogar rebellischer Geist erkannt werden.


Henri Charrière Papillon Buch Kritik Rezension

Durchgelesen: Henri Charrière – „Papillon“

Lebenslange Haft und Zwangsarbeit in Französisch-Guayana: Diesem Urteil will sich Papillon nicht beugen. Seine Lebensgeschichte erzählt von 13 Jahren voller Qualen und Fluchtversuchen. Der größte Reiz des autobiographischen Romans ist dabei die Unbeugsamkeit seines Helden.


Durchgelesen: Christine Wunnicke – „Der Fuchs und Dr. Shimamura“

Ein japanischer Arzt will einer Nervenkrankheit auf die Spur gehen, scheitert aber bei Feldversuchen ebenso wie auf einer Forschungsreise nach Europa. Wahre Begebenheiten nutzt Christine Wunnicke in „Der Fuchs und Dr. Shimamura“, um die Grenzen der Wissenschaft und die Rätselhaftigkeit der Psyche vorzuführen.

Der Fuchs und Dr. Shimamura Christine Wunnicke Rezension Kritik

Der Zementgarten Ian McEwan Rezension Buchkritik

Durchgelesen: Ian McEwan – „Der Zementgarten“

Der 15-jährige Jack und seine Familie leben in einem einsamen Haus in einem englischen Vorort. Als kurz hintereinander Vater und Mutter sterben, bleiben die Kinder allein im Haus, bauen sich ihre eigene Welt und hüten ein Geheimnis. Mit „Der Zementgarten“ hat Ian McEwan eines der beunruhigendsten Adoleszenz-Bücher überhaupt geschrieben.


Durchgelesen: Clemens J. Setz – „Indigo“

Wer einem Indigo-Kind begegnet, wird innerhalb weniger Sekuden krank. Aus dieser Idee konstruiert der Österreicher Clemens J. Setz einen schockierenden Roman mit einer faszinierenden Erzähler-Perspektive.

Clemens Setz Indigo Kritik Rezension