Sebastien Tellier – „Domesticated“
Die wilden Jahre sind vorbei, lautet Sébastien Telliers ehrliche Erkenntnis auf „Domesticated“. Langweilig klingt das trotzdem nicht.
Manche nennen es Popkultur
Die wilden Jahre sind vorbei, lautet Sébastien Telliers ehrliche Erkenntnis auf „Domesticated“. Langweilig klingt das trotzdem nicht.
Hot Chip machen mit Franz Ferdinand die Nacht durch, Haiyti ist zurück, obwohl sie fast nicht weg war, und Woods Of Birnam bauen eine Brücke zu „Babylon Berlin“.
Corona ist schuld: Madsen haben tatsächlich ein Punk-Album gemacht. „Na gut dann nicht“ rückt viele Stärken der Band in den Fokus und sorgt zugleich für neue Frische.
Maximo Park werden abstrakt, die Eels sind extrem produktiv und Kylie zieht es in die Disco: Shitesite zeigt, was davon zu halten ist.
Seine Liebe zum Soul lebt Sebastian Madsen auf „Ein bisschen Seele“ aus. Das ist handwerklich top, passt aber leider nicht zu seiner Stimme.
Oliver Polak droht mit „Corona Forever“ und Madsen wünschen sich „Quarantäne für immer“. Sollte dieses Szenario eintreten, sind Dream Nails vorbereitet: Sie haben einen „Gig In A Box“ entwickelt.
Madsen und die Antilopen-Gang nutzen die Corona-Zwangspause für Schnellschuss-Alben, jedes für sich überraschend. Alin Coen wird innig und Gregor McEwan zelebriert schon den Herbst.
Endlich wieder Livemusik! Thees Uhlmann lädt zum Picknick, und das wird trotz Regen, Mindestabstand und Verlusten für den Veranstalter ein extrem schöner Abend.
Curtis Water nutzt den Lockdown, um einen Megahit zu schreiben, Alex Kapranos nimmt derweil Duette auf. Und Leoniden erinnern uns daran, wie kacke ein Sommer ohne Festivals ist.
Videos aus dem Wohnzimmer bietet auch Teil 5 der Corona-Musik. Zudem gibt es cleveren Ersatz für Livekonzerte: Oehl lassen sich von ihren Fans covern, PABST haben gar einen ganzen Festivalsommer simuliert.