Der Tiger
Viel Spannung, gutes Handwerk, starke Besetzung: Amazon zeigt mit „Der Tiger“, dass man auch Kriegsfilme auf Top-Niveau kann – allerdings mit einem arg irritierenden Ende.
Manche nennen es Popkultur
Marion und Andi sind geschieden, verbringen den Urlaub aber gemeinsam mit ihrem Sohn. Das offenbart Defizite erst in der Erziehung, dann in ihrer Beziehung.
Die 2017er Verfilmung von „Jugend ohne Gott“ kommt ohne Nazis aus, zeigt dafür digitale Überwachung und Leistungskult. Das ist nicht komplett gelungen, aber mutig.
Amazon hat einen sehr prominent besetzten Weihnachtsfilm produziert, der leider weder witzig noch rührend ist. „Oh What Fun“ verliert viel zu schnell seinen ehrenwerten Ansatz aus dem Blick.
England plant einen Angriff auf die Nazis, will sie aber in die Irre führen. Das reale historische Geschehen wird in „Die Täuschung“ souverän erzählt, aber nicht spektakulär und schon gar nicht wagemutig.
Fünf Frauen unterschiedlicher Generationen handeln in „Wunderschön“ ihr Selbstbild und die gesellschaftliche Erwartungshaltung an sie aus.
Als Boomer noch die Zukunft waren: Paul Thomas Anderson erzählt eine Geschichte aus den Siebzigern, vor allem aber eine Geschichte aus dem Dazwischen.
Anarchisch und klug, rührend und unterhaltsam, zwischen Selbstmitleid und Selbstüberhöhung: „Better Man“ bringt Robbie Williams grandios auf die Leinwand.
Die Geschichte einer Liebe und des kommunistischen Widerstands erzählt Andreas Dresen in „In Liebe, eure Hilde“. Nicht makellos, aber mit Kloß im Hals.