Draufgeschaut: Weiblich, ledig, jung sucht… 2


Film Weiblich, ledig, jung sucht… 2

Szene aus dem Film Weiblich, ledig, jung sucht... 2

Holly (Kristen Miller) freundet sich mit ihrer Mitbewohnerin Tess (Allison Lange) an.

Originaltitel Single White Female 2 – The Psycho
Produktionsland USA
Jahr 2005
Spielzeit 88 Minuten
Regie Keith Samples
Hauptdarsteller Kristen Miller, Allison Lange, Todd Babcock, Brooke Burns, Michelle Page
Bewertung

Worum geht’s?

Holly und Jen haben nicht nur den gleichen Arbeitgeber, sondern auch die gleiche Adresse: Im Job bei einer PR-Agentur wetteifern sie gerade um eine Beförderung, zuhause in der WG kommen sie als Mitbewohnerinnen gut miteinander aus. Bis Jen alle Hemmungen fallen lässt, um auf der Karriereleiter voranzukommen: Sie spannt Holly einen wichtigen Kunden aus und geht mit ihm ins Bett – nicht ahnend, dass der smarte Restaurantchef auch noch Hollys heimlicher Freund ist. Die ist tief verletzt und sucht sich eine neue Bleibe. In der neuen Mitbewohnerin Tess, einer schüchternen Krankenschwester, scheint sie auch gleich eine perfekte neue Freundin gefunden zu haben. Bis Tess immer merkwürdiger erscheint, ein bisschen zu viel Nähe sucht – und Holly von allen Seiten immer mehr unter Druck gerät.

Das sagt shitesite:

Man könnte Weiblich, ledig, jung sucht… 2 für einen halbwegs erträglichen, handwerklich ordentlich gemachten Film halten, wenn da nicht diese 2 wäre: Alles, was an diesem Möchtegern-Thriller halbwegs funktioniert, gab es schon einmal in einer viel besseren Version, nämlich im ersten Teil. Dass dieser Neuaufguss sich auch noch als Fortsetzung ausgibt, ist ziemlich dreist. Denn es gibt weder die gleichen Figuren noch wird in anderer Form der Faden aus der Vorlage wieder aufgenommen. Stattdessen ist Weiblich, ledig, jung sucht… 2 einfach noch einmal derselbe Film, nur mit weniger Spannung und schlechteren Schauspielern. Die Ruchlosgkeit, die man hier wohl angesichts des Psycho-Kriegs zwischen drei jungen Frauen als schockierend empfinden soll, ist mindestens genauso ausgeprägt beim schamlosen Kopieren der Macher.

Sie setzen auf naive BFF-Träume aus Mädchenzeitschriften, in denen beste Freundinnen zum übersteigerten Ideal jeglichen menschlichen Miteinanders werden, zugleich aber Freundschaften in schlimmster Sex And The City-Manier bloß als Mittel zum Zweck betrachtet werden, um so etwas wie Inhalt im eigenen Leben zu simulieren und zugleich ein Publikum zu gewinnen, das den eigenen Erfolg bewundert und die eigenen Tragödien beweint.

Zu dieser seltsamen Perspektive auf die weibliche Welt passt die beinahe alberne Erotik von Weiblich, ledig, jung sucht… 2. Die Schauspielerinnen dürfen sehr oft in Unterwäsche durchs Bild spazieren, natürlich gibt es auch lesbische Spielchen und sogar Fesselsex. Das ist das Frauenbild in diesem Film, bei dem drei Männer das Drehbuch geschrieben und ein Mann auch Regie geführt hat: Frauen sind entweder dauerhysterisch, vollkommen würdelos oder gleich komplett geisteskrank.

Bestes Zitat:

„Aus diesem Grund gibt es doch Männer auf der Welt: Um das Leben für schöne Frauen angenehmer zu machen.“

Der Trailer zum Film.

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