Draufgeschaut: Engel weinen nicht


Angèle (Morgane Moré) verliebt sich in Grégoire (Guillaume Depardieu).

Angèle (Morgane Moré) verliebt sich in Grégoire (Guillaume Depardieu).

Film Engel weinen nicht
Originaltitel Peau d’ange
Produktionsland Frankreich
Jahr 2002
Spielzeit 85 Minuten
Regie Vincent Perez
Hauptdarsteller Morgane Moré, Guillaume Depardieu, Karine Silla, Magali Woch
Bewertung **

Worum geht’s?

Angèle wächst auf einem Bauernhof auf, muss dann aber ausziehen, um ihr eigenes Geld zu verdienen. Sie tritt eine Stelle als Hausmädchen an und lernt über eine Freundin wenig später Grégoire kennen, der wegen der Beerdigung seiner Mutter in der Stadt ist. Die beiden verbringen die Nacht zusammen und schwören sich Liebe. Doch am nächsten Morgen ergreifen Angèle und Grégoire die Flucht – jeder auf seine Weise.

Das sagt shitesite:

Das Problem von Engel weinen nicht ist die Penetranz dieses Films. Ganz oft zeigt die Kamera die Gesichter in Großaufnahme oder ergeht sich in Klischee-Bildern. Auch die Konflikte und Metaphern dieses Dramas werden mit dem Vorschlaghammer präsentiert. Am deutlichsten wird das im Charakter des Grégoire, der in seiner pathetischen Weinerlichkeit und der ach so schlimmen Angst vor der Liebe schnell lächerlich und nervig wirkt.

Immerhin steht ihm in Engel weinen nicht mit Angèle eine sehr reizvolle Figur gegenüber, faszinierend, stark und in ihrer Verlorenheit viel überzeugender als Grégoire. Sie glaubt, in ihm die große Liebe gefunden zu haben, und er glaubt, nicht lieben zu können. In beiden steckt eine Einsamkeit, die sie nicht aussprechen können. Und beide sehen genau vor sich, wie ihr Leben verlaufen wird, und wollen nur eins: abweichen von diesem vorgezeichneten Weg.

Das wäre durchaus eine brauchbare Ausgangssituation für ein einfühlsames Drama gewesen. Leider verspielt Engel weinen nicht diese Chance – und berauscht sich stattdessen an seiner eigenen Pseudo-Poesie.

Bestes Zitat:

“Du darfst nicht an die Leere denken, die du hinterlässt, wenn du weg bist. Denk lieber daran, was du gibst, wenn du da bist.”

Eine Szene aus dem Film:

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