Nichts wie raus
Schon wieder sind vier deutsche Soldaten in Afghanisten gefallen. Höchste Zeit, dass die Politik auf die Mehrheit der Deutschen hört: Wenn das Volk das nicht will, dann hat die Bundeswehr dort nichts zu suchen.
Den kompletten Kommentar gibt es auf news.de.
Hingehört: Lily Allen – “It’s Not Me, It’s You”
| Künstler | Lily Allen |
| Album | It’s Not Me, It’s You |
| Label | Emi |
| Erscheinungsjahr | 2009 |
| Bewertung | **** |
It’s Not Me, It’s You heißt das zweite Album von Lily Allen. Diesen Satz kann man sich in einer Menge Situationen vorstellen. Etwa als Antwort auf die Frage “Was stinkt hier eigentlich so?” Oder als Konter von Lily Allen gegen all die, die ihr vorwerfen, sie sei bloß ein talentloses/verwöhntes/undankbares Gör, das Ruhm und Erfolg lieber all den glücklosen Ehrgeizigen überlassen sollte, die nie eine Chance bekommen, oder ein böses/unabhängiges/aufmüpfiges Girlie, das schleunigst zurück in Papas Goldenen Käfig gehört, bevor es endgültig die Jugend Britanniens runiniert. Oder ein Vorwurf in einem Beziehungsdrama, wenn beide den Grund dafür suchen, wie aus Liebe eigentlich solch ein Trümmerfeld werden konnte.
Letzteres ist die Ausgangssituation von Never Gonna Happen, einer Mischung aus Balkan-Schunkelsounds, Kinderzimmer-Verspieltheit und ziemlich kompromisslosen Beats. Den zweiten Ansatz thematisiert Lily Allen im Elektro-Feger Everyone’s At It und der fantastischen Single The Fear. Ein Lied über Fürze gibt es zwar nicht, dafür aber immerhin ähnlich Gewagtes: Wie anstrengend Blow-Jobs kombiniert mit Erektionsstörungen sein können, erklärt Not Fair (das musikalisch in einem Comic-Country-Gewand daherkommt). Back To The Start ist eine bitterböse und vollkommen öffentliche Abrechnung mit der eigenen, neidischen Schwester. Das veträumte Him hält die weltexklusive Erkenntnis bereit, was die Lieblingsband von Gott ist: Creedence Clearwater Revival. Und dann ist da noch das absolute Highlight: Ein zuckersüßes Klavier, ein Kinderlied-Beat und eine himmlische Melodie zieren das achte Stück, das aber dummerweise Fuck You heißt – und das auch so meint.
Spätestens dann ist klar: Es sind die Texte, die Stimme und die Attitüde von Lily Allen, die diese Songs besonders machen. In weniger stilsicheren Händen wären Lieder wie das eingängige 22 oder das von Take That komponierte Who’d Have Known bloß belanglose Massenware. Die allermeisten dieser Stücke würden überhaupt nicht funktionieren, würde man sie einen anderen Interpreten singen lassen, denn niemand könnte so rotzfrech und dennoch niedlich zugleich sein.
Man muss sich also unbedingt noch eine weitere Situation vorstellen: Das Album ist im Kasten, die Beteiligten hören sich zum ersten Mal das Resultat ihrer Arbeit an, und Lily Allen kann es kaum fassen, was für ein famoses Album ihr Songwriting-Partner Greg Kurstin da wieder produziert hat. Und der sagt einfach die Wahrheit: It’s not me, it’s you.
Ein inoffizielles Video zu Fuck You, aber besser als der echte Promo-Clip:
Der kritische Blick: Keine Lust auf Pay-TV
Sky droht dasselbe Schicksal wie schon zuvor Premiere und Arena: grüner Rasen, rote Zahlen. Live-Fußball als Zugpferd für Pay-TV will in Deutschland einfach nicht funktionieren. Die Vereine sollten darüber nicht wirklich traurig sein. Und die Fans schon gar nicht.
Mehr Kommentare zu aktuellen Themen gibt es bei den News.de-Videos.
Draufgeschaut: Elling – Nicht ohne meine Mutter
| Film | Elling – Nicht ohne meine Mutter |
| Film | Mors Elling |
| Produktionsland | Norwegen |
| Jahr | 2003 |
| Spielzeit | 75 Minuten |
| Regie | Eva Isaksen |
| Hauptdarsteller | Per Christian Ellefsen, Grete Nordrå, Helge Reiss |
| Bewertung | *** |
Worum geht’s?
Elling ist schon 40, aber noch immer ein Muttersöhnchen. Und so langsam macht sich seine Mutter ernsthafte Sorgen um den Sohn. Sie wünscht sich schon lange, er würde endlich einmal andere Menschen treffen. Da erscheint es ihr als wunderbare Idee, eine gemeinsame Reise nach Mallorca zu buchen, denn von der Insel träumt sie schon lange – und der verträumte Elling wird so gezwungen, sich hinaus in die Welt zu wagen.
Das sagt shitesite:
Elling – Nicht ohne meine Mutter ist ein liebevolles Prequel. Wieder zeigt die Titelfigur hier einen höchst amüsanten (und doppelbödigen) Ekel vor der Welt und eine sehr rührende Fähigkeit, sich auch an den kleinsten Dingen zu erfreuen. Dazu gibt es die herrlichen inneren Monologe von Elling, die den ersten Teil dieser Romanverfilmung so erfolgreich gemacht haben. Allerdings hat Elling – Nicht ohne meine Mutter leider nicht ganz so viel Charme und Feinsinn wie der Vorgänger: Die Hauptfigur ist hier nicht mehr nur ein verspleentes Nervenbündel, sondern ernsthaft psychisch krank. Und zudem wird mangels anderer Sujets viel zu oft über Sex gewitzelt.
Der Trailer zum Film:


