Draufgeschaut: Antikörper

März 31, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

Polizist Christian Martens will die Wahrheit wissen.

Film Antikörper
Produktionsland Deutschland
Jahr 2005
Spielzeit 127 Minuten
Regie Christian Alvart
Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring, André Hennicke, Heinz Hoenig
Bewertung ****

Worum geht’s?:

In einer spektakulären Aktion verhaftet die Polizei den Serienmörder Gabriel. Schnell wird klar: Er hat 13 Jungen getötet und missbraucht. Doch hat er auch etwas mit dem Mord im kleinen Dorf Herzbach zu tun? Polizist Christian Martens will es wissen. Doch seine Verhöre des Täters entwickeln sich zu einem schaurigen Verbal-Duell. Bis der Polizist vor der Frage steht: Wie viel Böses steckt in meinem eigenen Fleisch und Blut?

Das sagt shitesite:

Toll gespielt und inszeniert, mit viel subtiler Spannung und dem Mut, grundlegende Fragen von Schuld und Sühne ohne Klischees anzugehen. Antikörper ist der beste Beweis, dass Deutschland auch Thriller kann.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Atemlos

März 30, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

Jesse (Richard Gere) will Monica (Valerie Kaprisky) für sich gewinnen - mit allen Mitteln.

Film Atemlos
Produktionsland USA
Jahr 1983
Spielzeit 100 Minuten
Regie Jim McBride
Hauptdarsteller Richard Gere, Valerie Kaprisky
Bewertung ****

Worum geht’s?:

Jesse ist ein kleiner Ganove in Las Vegas. Doch er hat einen Plan: Er will nach Los Angeles, wo ihm jemand viel Geld schuldet, dort die junge Französin Monica wiedersehen und dann mit ihr nach Mexiko auswandern. Doch auf dem Weg dorthin erschießt er versehentlich einen Polizisten – und Mexiko wird schnell vom Traumziel zum einzigen Ausweg seiner Flucht.

Das sagt shitesite:

Sehr gelungenes Remake des Klassikers Außer Atem aus dem Jahr 1960. Vor allem Richard Gere überzeugt in Atemlos als selbstverliebter, kompromissloser Draufgänger. Dank ihm gelingt eine tolle Gangster-Story und Liebesgeschichte rund um die Frage, ob man nur für den Moment leben kann.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Im Auftrag des Teufels

März 29, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

John Milton (Al Pacino, rechts) wird zum Mentor von Kevin Lomax (Keanu Reeves).

Film Im Auftrag des Teufels
Originaltitel The Devil’s Advocat
Produktionsland USA
Jahr 1997
Spielzeit 144 Minuten
Regie Taylor Hackford
Hauptdarsteller Al Pacino, Keanu Reeves, Charlize Theron
Bewertung ****

Worum geht’s?:

Der junge, erfolgreiche Anwalt Kevin Lomax aus Florida wird von einer Kanzlei in New York abgeworben. Dort macht er eine steile Karriere, unterstützt von seinem Mentor John Milton. Erfolg, Geld und Ruhm scheinen ihm zuzufliegen, doch seine Ehefrau entgleitet Kevin immer mehr. Das stürzt ihn in einen Gewissenskonflikt, der sich schließlich als ultimativ erweist: Milton entpuppt sich als der Teufel, der auf der Suche nach Handlangern ist.

Das sagt shitesite:

Spannend und opulent. Im Auftrag des Teufels vermittelt seine Moral zwar mit dem Vorschlaghammer, ist aber trotzdem eine sehr unterhaltsame und gut gespielte Gesellschaftskritik.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Austin Powers in Goldständer

März 28, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · 1 Comment 

Austin Powers (Mike Meyers) muss diesmal ins Jahr 1975 reisen.

Film Austin Powers in Goldständer
Originaltitel Austin Powers in Goldmember
Produktionsland USA
Jahr 2002
Spielzeit 94 Minuten
Regie Neil Jordan
Hauptdarsteller Mike Meyers, Michael Caine, Beyoncé Knowles, Seth Green, Michael York, Robert Wagner, Verne Troyer
Bewertung ****

Worum geht’s?:

Wieder einmal droht Doctor Evil, die Welt zu zerstören. Diesmal hat er einen besonders teuflischen Plan: Der holländischen Wissenschaftler Goldständer soll ihm eine unschlagbare Rakete bauen. Und außerdem hat Doctor Evil auch noch Austin Powers Vater als Geisel.

Das sagt shitesite:

Der dritte Teil der Austin Powers-Filme leidet enorm an der schlechten Synchronisation, die sich schon im Titel zeigt. Viele der Wortwitze gehen verloren. Trotzdem gibt es in Austin Powers in Goldständer immer noch genug sehr gute Lacher, reichlich Irrsinn und noch mehr überraschende Wendungen.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Crazy

März 28, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · 1 Comment 
Benjamin (Robert Stadlober) kämpft mit Mathe - und seinen Mitschülern.

Benjamin (Robert Stadlober) kämpft mit Mathe - und seinen Mitschülern.

Film Crazy
Produktionsland Deutschland
Jahr 2000
Spielzeit 97 Minuten
Regie Hans-Christian Schmid
Hauptdarsteller Robert Stadlober, Tom Schilling, Julia Hummer, Oona-Devi Liebich, Karoline Herfurth, Alexandra Maria Lara
Bewertung ***

Worum geht’s?

Benny ist 16 und wird von seinen Eltern auf ein Internat geschickt. Es ist seine letzte Chance, doch noch das Abitur zu schaffen. Doch es fällt ihm schwer, sich einzuleben – vor allem, weil er halbseitig gelähmt ist. Doch nach und nach findet er sich in der neuen Umgebung zurecht. Vor allem mit seinem Zimmer-Genossen Janosch freundet er sich an – bis die beiden zu Konkurrenten werden, weil sie beide in die hübsche Musterschülerin Malen verliebt sind.

Das sagt shitesite:

Ein eindrucksvoller Jugendfilm, der für viele der Schauspieler hier das Sprungbrett zu einer beachtlichen Karriere wurde, ist Crazy vor allem wegen der Romanvorlage von Benjamin Lebert, aus der auch im Film fleißig aus dem Ofrf zitiert wird. Wie so oft bei Internatsgeschichten ist es die Geschichte einer Freundschaft und die Geschichte einer Liebe. Wie bei allen guten Internatsgeschichten funktioniert Crazy vor allem durch den sehr geschickten Mix an Charakteren. Dazu kommt Robert Stadlober in der Hauptrolle, der zunächst nur einen (arg bedröppelten) Gesichtsausdruck haben zu scheint, dann aber gekonnt der Tortur Ausdruck verleiht, die im Zentrum von Crazy steht: Der Wunsch, aus dem eigenen Körper auszubrechen – zumal in der Pubertät als Lebensabschnitt, in dem alles Körperliche überbetont ist.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: My Summer Of Love

März 27, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 
Mona (Natalie Press) und Tamsin (Emily Blunt) schaffen sich ihre eigene Welt.

Mona (Natalie Press) und Tamsin (Emily Blunt) schaffen sich ihre eigene Welt.

Film My Summer Of Love
Produktionsland Großbritannien
Jahr 2004
Spielzeit 88 Minuten
Regie Pawel Pawlikowski
Hauptdarsteller Nathalie Press, Emily Blunt, Paddy Considine
Bewertung ****

Worum geht’s?

Mona lebt in einem ehemaligen Pub in einer englischen Kleinstadt – gemeinsam mit ihrem Bruder, der ein christlicher Eiferer ist, seit er aus dem Gefängnis entlassen wurde. Sie träumt von einem besseren Leben anderswo. Als sie die gleichaltrige Tamsin kennen lernt, die ein teures Internat besucht, aber die Ferien bei ihren Eltern in Monas Nachbarschaft verbringt, hat sie eine Schwester im Geiste gefunden. Die beiden Mädchen fliehen zwar nicht aus der Kleinstadt – aber in ihre eigene Welt.

Das sagt shitesite:

Nathalie Press und Emily Blunt, beide in ihrer ersten großen Hauptrolle, spielen beeindruckend gut diese jungen Frauen, die von Männern immer bloß enttäuscht wurden – egal, ob das den Bruder meint, den Vater oder den Liebhaber. Das Coming-Of-Age-Drama mit einer guten Dosis Erotik und einem feinen Soundtrack von Goldfrapp hat zudem viele Anspielungen auf die Welt der Märchen: Am Beginn malt Mona ein Porträt von Tamsin, das wie eine Königin aussieht. Bei der ersten Begegnung der beiden Mädchen sitzt Tamsin auf einem Schimmel, dann schwören sie sich ewige Treue, streifen gemeinsam durch die Wälder oder verlustieren sich in einem Haus, das beinahe wie ein verwunschenes Schloss aussieht. Die in diesem Aspekt verspielte Ästhetik von My Summer Of Love ist das Spiegelbild der Thematik: Rollen und Identitäten verändern sich in diesem Film so faszinierend wie die Bilder in einem Spiegelkabinett. My Summer Of Love lebt von der Moral, dass es unendlich schwierig ist, voll und ganz zu glauben – und unfassbar leicht, betrogen zu werden.

Bestes Zitat:

“Und was willst Du aus Deinem Leben machen? – Also ich werde mal ein Anwalt. Aber eigentlich kriege ich einen Job in einem Schlachthaus. Und da schufte ich richtig hart. Kriege einen Mann, so einen richtigen Mistkerl. Und dann kriege ich Kinder, am laufenden Band. Und die kommen alle mit einem Dachschaden auf die Welt. Und dann, dann warte ich auf die Menopause. Oder gleich auf den Krebs.”

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Vernetzt – Johnny Mnemonic

März 27, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

Johnny Mnemonic (Keanu Reeves) transportiert geheime Daten in seinem Gehirn.

Film Vernetzt – Johnny Mnemonic
Produktionsland Kanada
Jahr 1995
Spielzeit 92 Minuten
Regie Roberto Longo
Hauptdarsteller Keanu Reeves, Dina Meyer, Ice-T, Takeshi Kitano, Dennis Akayama, Dolph Lundgren, Henry Rollins, Udo Kier
Bewertung ***

Worum geht’s?:

Die Welt im Jahr 2021: Eine Untergrundorganisation kämpft gegen die geballte Macht der globalen Großkonzerne. Eine Schlüsselrolle dabei spielt der Geheimagent John Smith. Er transportiert in seinem Kopf geheime Daten. Doch er hat nur 24 Stunden Zeit, sie abzuliefern – sonst kollabiert sein Nervensystem.

Das sagt shitesite:

Nicht nur wegen Keanu Reeves und der düsteren Zukunftsvisionen erinnert das Ganze an Matrix. Dank gelungener Dramaturgie und eindrucksvoller Effekte, die hier ganz im Dienste der Handlung stehen, gelingt ein guter Film. Trotzdem übernimmt sich der Film im Versuch, Endzeitthriller, Technologie-Kritik, Liebesgeschichte und Samurai-Referenz in einem zu sein.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Ferris macht blau

März 26, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

So sah 1986 konsequente Coolness aus.

Film Ferris macht blau
Originaltitel Ferris Buellers Day Off
Produktionsland USA
Jahr 1996
Spielzeit 106 Minuten
Regie John Hughes
Hauptdarsteller Matthew Broderick, Alan Ruck, Mia Sara, Jeffrey Jones, Jennifer Grey
Bewertung ****

Worum geht’s?:

Ferris Bueller ist der beliebteste Junge an seiner Highschool. Trotzdem geht er nicht gerne hin. So beschließt er auch an einem Sommertag, lieber zu schwänzen und mit ein paar Freunden eine Spritztour nach New York zu machen. Doch nicht nur der Schuldirektor Edward Rooney hat etwas dagegen.

Das sagt shitesite:

Wie es sich für die 1980er gehört, bleibt alles sehr schick und oberflächlich. Trotzdem ein Riesenspaß, der konsequent auf Coolness setzt und gerade darum zum Teenie-Kultfilm wurde.

Der Trailer zum Film:

Der Fußball ist das Anti-Weichei

März 25, 2010 · Posted in Bewegtbild, TV · Comment 

Keine Männerliebe, aber trotzdem große Gefühle: Dortmunder Spieler bejubeln ein Tor.Das hätte spannend werden können. Nach dem Pokalhalbfinale ging Frank Plasberg mit einer illustren Runde in die Verlängerung und wollte über Homosexualität im Fußball sprechen. Doch außer großer Einigkeit hatte “Hart aber fair” diesmal kaum etwas zu bieten. Und so wurde die Talkrunde fast noch langweiliger (und fast noch ärgerlicher) als der Sieg des FC Bayern.

Durchgelesen: Clemens Meyer – “Gewalten”

März 25, 2010 · Posted in Bücher, Bücherregal · Comment 

Clemens Meyer hat diesmal eine Art Tagebuch geschrieben.

Autor Clemens Meyer
Titel Gewalten. Ein Tagebuch.
Verlag S. Fischer
Erscheinungsjahr 2010
Bewertung ****

Nach einem Roman und einem Band mit Erzählungen legt Clemens Meyer diesmal ein Tagebuch vor. Doch der Untertitel täuscht: Seine neuen Geschichten sind zwar alle irgendwo im Jahr 2009 verankert, vermischen aber Fiktion und Empirie. Und zwar so meisterhaft, dass man Meyer womöglich bald den deutschen Hemingway nennen muss.

Die komplette Rezension gibt es bei news.de.

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