Draufgeschaut: Evil


Problemkind Erik (Andreas Wilson, rechts) versucht vergeblich, an seiner neuen Schule brav zu bleiben.

Problemkind Erik (Andreas Wilson, rechts) versucht vergeblich, an seiner neuen Schule brav zu bleiben.

Film Evil
Originaltitel Ondskan
Produktionsland Schweden
Jahr 2003
Spielzeit 114 Minuten
Regie Mikael Hafström
Hauptdarsteller Andreas Wilson, Henrik Lundström, Gustaf Skarsgård, Linda Zilliacus
Bewertung ***

Worum geht’s?

Schweden Ende der 1950er Jahre: Erik ist ein typisches Problemkind. Nach dem frühen Tod seines Vaters gerät er aus der Bahn, er raucht, er prügelt sich, er hasst seinen Stiefvater und gilt an seiner Schule als „der schlimmste Fall, den wir hier je hatten“. Seine Mutter, die ihm unbedingt die Chance auf einen guten Schulabschluss bewahren will, schickt ihn deshalb auf ein Elite-Internat. Dort versucht er, sich zu integrieren. Doch die Schikanen der älteren Schüler, denen dort alle ausgesetzt sind, wecken schon bald wieder den Rebell in ihm.

Das sagt shitesite:

Die Romanverfilmung ist eine durchaus typische Internatsgeschichte, irgendwo zwischen dem Club der toten Dichter und Hermann Hesse. Die Moral wird hier zwar ein wenig zu dick aufgetragen. Die brutalen Misshandlungen, die menschenverachtenden Rituale, der Terror der Älteren: All das steht in Evil für ein altes System, das zu seiner Rechtfertigung nicht viel mehr vorzuweisen hat als Tradition, und das es zu überwinden gilt – durch Erfolge in der klassenlosen Welt des Sports, durch persönliche Integrität, Kameradschaft oder schlicht durch körperliche Kraft. Aber sehr starke Hauptdarsteller und der Mut, Gewalt auch als so grausam zu zeigen, wie sie ist, machen Evil trotzdem gelungen.

Der Trailer zum Film:

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