Durchgelesen: Alice Schwarzer – „Die große Verschleierung“


In "Die große Verschleierung" kritisiert Alice Schwarzer die Unterdrückung von Frauen im Islam.

In "Die große Verschleierung" kritisiert Alice Schwarzer die Unterdrückung von Frauen im Islam.

Herausgeberin Alice Schwarzer
Titel Die große Verschleierung
Verlag KiWi
Erscheinungsjahr 2010
Bewertung ***1/2

Alice Schwarzer eckt gerne an. Für die einst verhasste Bild ist sie neuerdings als Gerichtsreporterin beim Kachelmann-Prozess tätig. Auch sonst weiß sie noch immer, wie man einen hübschen kleinen Skandal inszeniert. Bei ihrem neuen Buch Die große Verschleierung wird es aber ein hübscher großer Skandal werden. Denn sie stellt darin nichts weniger als die Frage, ob Moslems überhaupt in unsere Gesellschaft passen. In der aktuellen Debatte um Integration ist das sozialer Sprengstoff.

Manch einer wird ihr vorwerfen, sie sei eine Trittbrettfahrerin von Thilo Sarrazin. Dabei beschäftigt sich Deutschlands Vorzeige-Feministin bereits seit mehr als 30 Jahren mit dem Problem der Diskriminierung von Frauen. Manch einer wird sie auch eine Rassistin nennen, denn in Die große Verschleierung gibt es etwa Sätze wie diesen: «Die Islamisten haben nie einen Hehl aus ihren Absichten gemacht. So wenig wie einst die Nationalsozialisten. Auch in Mein Kampf stand ja schon alles drin.»

Das ist starker Tobak, doch Alice Schwarzer hat, im Gegensatz zu Thilo Sarrazin, gute Argumente für ihr Unbehagen. Und sie pocht darauf, auf die islamistische Gefahr nicht mit zu weit gehender Toleranz zu reagieren, sondern über die Angst vorm Islam zu reden. Und das gilt nicht nur für Frauen.

Die komplette Rezension gibt es auf news.de.

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