Futter für die Ohren mit Speech Debelle, The Sounds und Field Music


Die Messlatte für das zweite Album von Speech Debelle liegt hoch. Der erste Eindruck ist gelungen. Foto: Verstärker

Die Messlatte für das zweite Album von Speech Debelle liegt hoch. Der erste Eindruck ist gelungen. Foto: Verstärker

Heiligabend, olé. Zeit für die Bescherung. Also wieder einmal Futter für die Ohren, also fünfmal neue, kostenlose Musik aus dem Netz. Passend zum Jahresende gibt es dabei schon reichlich Kostproben von Alben aus dem Jahr 2012.

Field Music aus Sunderland legen im Februar 2012 mit einem neuen Album nach. Plumb wird das Werk heißen. Den Rausschmeißer (I Keep On Thinking About) A New Thing verschenken die Geschwister Brewis schon jetzt auf ihrer Homepage. Das ist komplex wie immer und erstaunlich funky, als würden The Roots sich mit den Talking Heads anlegen. ***

Genau andersrum macht es Speech Debelle. Auch bei ihr steht im Februar das neue Album an (Freedom Of Speech ist der durchaus clevere Titel), aber von ihr gibt es nicht den letzten, sondern den ersten Song gratis vorab. Den Studio Backpack Rap gibt es als kostenlosen Download bei Soundcloud. Der Track ist durchaus zupackend und eingängig, lässt aber auch das nötige Augenzwinkern nicht vermissen. Das deutet auf ein beachtliches Comeback der Mercury-Prize-Gewinnerin von 2009 hin. ***1/2

Und noch ein Vorgeschmack auf den Februar, diesmal von The Megaphonic Thrift. In Norwegen werden die Jungs (mit Mitgliedern von Stereo21, Low Frequency In Stereo, Casiokids und Young Dreams) als so etwas wie eine Indie-Supergroup gehandelt, am 10. Februar erscheint ihr zweiter Longplayer. Tune Your Mind, kostenlos bei Soundcloud verfügbar, ist ein verdammt cooler Name für einen Song, die Musik dazu klingt, als hätte jemand den Beat von Fuckin’ In The Bushes genommen, mit einer guten Dosis Dinosaur Jr. (mit denen waren The Megaphonic Thrift übrigens schon auf Tour) gepaart und dann per Fleischwolf versucht, das Ergebnis in Richtung Shoegaze zu formen. Einigermaßen innovativ, aber nicht sonderlich spannend. **1/2

The Sounds werden langsam zu Stammgästen bei Futter für die Ohren. Wieder einmal verschenken die Schweden einen Remix. Diesmal ist es der Kids At The Bar Remix von Something To Die For, dem Titelsong ihres aktuellen Albums. Irgendwo zwischen Eurodance, House und dem Spaßterror von Does It Offend You Yeah pendelt sich das Ergebnis ein, das auf der Homepage der Schweden gratis bereit steht. Dieser Sound ist zunächst ein Schock, funktioniert dann aber doch recht brauchbar. **1/2

Zum Schluss soll es aber doch noch ein bisschen Rock sein. Shearwater, mittlerweile im Hause Sub Pop unter Vertrag, mögen den besonders gerne, wenn er ebenso episch wie psychedelisch ist. Auf der Homepage von Sub Pop geben sie mit Breaking The Yearlings einen Ausblick, wie Animal Joy klingen wird, das für Februar angekündigte achte Album der Band aus Austin. Nach Breaking The Yearlings zu urteilen, geht es in die Richtung „Depeche Mode trifft Muse“, klingt aber deutlich besser, als man das bei dieser schrägen Paarung vermuten würde. ***

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