Draufgeschaut: Zack And Miri Make A Porno


Miri (Elizabeth Banks) und Zack (Seth Rogen) sind Mitbewohner, die Pornostars werden wollen.

Miri (Elizabeth Banks) und Zack (Seth Rogen) sind Mitbewohner, die Pornostars werden wollen.

Film Zack And Miri Make A Porno
Produktionsland USA
Jahr 2008
Spielzeit 102 Minuten
Regie Kevin Smith
Hauptdarsteller Seth Rogen, Elizabeth Banks, Craig Robinson, Traci Lords, Justin Long
Bewertung

Worum geht’s?

Seit der Vorschule kennen sich Zack und Miri. Sie wohnen zusammen, stehen einander bei, regen sich über die Marotten des anderen auf. Aber sie sind kein Paar. Als die Geldsorgen der beiden wieder einmal besonders groß sind und sie dann bei einem Klassentreffen auch noch auf einen ehemaligen Schwarm von Miri stoßen, der mittlerweile als Darsteller in Schwulenpornos arbeitet, hat Zack eine Idee: Er will mit Miri und ein paar Freiwilligen einen Porno produzieren (Arbeitstitel: Star Whores) und sich so aller finanziellen Probleme entledigen. Mit einem minimalen Budget ein halbwegs brauchbares Filmteam zusammen zu bekommen, erweist sich dabei noch als das kleinere Problem. Bald steht nämlich die Frage im Raum: Was wird mit der Freundschaft von Zack und Miri passieren, wenn sie plötzlich miteinander Sex haben?

Das sagt shitesite:

Der Anfang ist doof, das Ende peinlich und das größte Problem ist der Teil dazwischen: So könnte man Zack And Miri Make A Porno zusammenfassen. Der Film beginnt mit Sprücheklopfen und Buddy-Humor, der (erfolgreich) versucht, noch vulgärer als beispielsweise Road Trip zu sein. Er endet als romantische Komödie, die jede Form der Glaubwürdigkeit durch ein ziemlich spezielles Setting zu ersetzen versucht. Und er scheitert letztlich daran, dass er sich nie so recht entscheiden kann, welches von beiden er nun sein möchte.

Der Knackpunkt von Zack And Miri Make A Porno ist ausgerechnet der Moment, an dem die ganze Idee des Films aufgehängt ist: Als die beiden Freunde nach dem ernüchternden Klassentreffen und der noch deprimierenderen Nachricht, dass ihnen in der gemeinsamen Wohnung Strom, Wasser und Heizung abgestellt wurden, in einer Bar beschließen, einen Amateur-Porno zu drehen, ist das ein viel zu großer Sprung. Die Idee ist so wenig plausibel und so leicht als durchschauberer Aufhänger für ganz andere Inhalte erkennbar wie der schlimmste Plot im billigsten Pornostreifen. Dazu wird auch noch die Botschaft untergejubelt, dass jeder Mensch auch unter den widrigsten Bedingungen zu Ehrgeiz verpflichtet ist und es aus eigener Kraft schaffen kann, und sei es, dass er diesen Ehrgeiz als Amateurpornofilmemacher (Zack) oder beim Ranschmeißen an gut situierte Ex-Mitschüler (Miri) entwickelt.

Da hilft es auch wenig, dass Seth Rogen und Elizabeth Banks eine gut funktionierende Chemie auf die Leinwand bringen und dass ein zumindest ansatzweise interessanter Plot rund um die Frage entwickelt wird, ob ein Mann und eine Frau auch dann noch Liebe, Freundschaft und Sex trennen können, wenn sie so vertraut sind wie diese beiden, die seit mehr als zehn Jahren miteinander leben. Stimmig ist Zack And Miri Make A Porno in keinem Moment, erotisch oder romantisch schon gar nicht. Die ersten 30 Minuten sind weit unter der Gürtellinie, die letzten 30 Minuten sind sentimental bis weit über das Maß der Erträglichen.

Bestes Zitat:

„Pornos sind inzwischen salonfähig. So wie Coca Cola oder Pepsi. Nur mit Schwänzen drin.“

Der Trailer zum Film:

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