Draufgeschaut: Fickende Fische


Der Liebe von Nina (Sophie Rogall) und Jan (Timo Mewes) steht eine Krankheit im Weg.

Der Liebe von Nina (Sophie Rogall) und Jan (Timo Mewes) steht eine Krankheit im Weg.

Film Fickende Fische
Produktionsland Deutschland
Jahr 2003
Spielzeit 103 Minuten
Regie Almut Getto
Hauptdarsteller Sophie Rogall, Tino Mewes, Jürgen Tonkel
Bewertung **1/2

Worum geht’s?

„Ich glaube, ich habe noch nie jemanden so gern gehabt wie dich“, sagt die 15-jährige Nina zu Jan, in den sie sich verliebt, als sie ihn aus Versehen fast mit ihren Inline-Skates über den Haufen fährt. Auch Jan fühlt sich zu Nina hingezogen, während die beiden den Sommer miteinander verbringen und sich so immer näher kommen. Er hat nur ein Problem: Er fühlt sich als tickende Zeitbombe, denn er hat Aids.

Das sagt shitesite:

Die beiden Hauptfiguren von Fickende Fische wirken leider besonders am Anfang des Films ein Stück weit überzeichnet. Wenn die übercoole Nina und der ultraschüchterne Jan zueinander finden und dann auch noch Dialoge in angeblicher Jugendsprache („endgeil“) in den Mund gelegt bekommen, dann ist das einigermaßen hölzern. Auch danach behält Fickende Fische immer einen etwas anstrengenden pädagogischen Unterton. Wenn gegen Ende Störgeräusche und wilde Schnitte verdeutlichen sollen, dass die Idylle von zwei verknallten Teenies mit sturmfreier Bude hier eben trotzdem getrübt wird von einer tödlichen Krankheit, dann fließt dieses Problem sogar in den ästhetischen Bereich hinein.

Immerhin schafft es Fickende Fische aber, geschickt an das Schicksal von Jan heranzuführen. Erst nach und nach ahnt der Zuschauer, was den Jungen so verzweifelt und seltsam macht, und als es dann offensichtlich ist, wirft das ein ganz neues Licht auf seinen Charakter und die Beziehung zu Nina. Außerdem lobenswert: Der Film behält konsequent die Perspektive des jungen Liebespaares. Erwachsene wirken hier durchweg wie seltsame, beinahe störende Figuren. Dadurch, und vor allem dank der beiden starken Hauptdarsteller, gewinnt Fickende Fische dann doch noch die nötige Authentizität und wird zu einem netten Porträt einer Teenager-Liebe unter denkbar schwierigen Umständen.

Bestes Zitat:

“Aufs Sterben warten bringt dich um. – Aufs Leben warten auch.”

Der Trailer zum Film:

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