Draufgeschaut: Beste Gegend


Kati (Anna Maria Sturm) und Jo (Rosalie Thomass, rechts) planen eine Weltreise.

Kati (Anna Maria Sturm) und Jo (Rosalie Thomass, rechts) planen eine Weltreise.

Film Beste Gegend
Produktionsland Deutschland
Jahr 2008
Spielzeit 95 Minuten
Regie Marcus H. Rosenmüller
Hauptdarsteller Anna Maria Sturm, Rosalie Thomass, Ferdinand Schmidt-Modrow, Florian Brückner, Volker Bruch
Bewertung

Worum geht’s?

Die Abiturprüfungen sind so gut wie geschafft, und danach wollen Kati und Jo raus aus ihrer bayerischen Heimat und möglichst weit in den Süden. „Fahrtwind und Freiheit, ohne Kompromisse“ lautet ihr Programm für die Sommerferien. Erst macht allerdings der alte Mercedes Sorgen, mit dem die beiden Freundinnen ihre Reise antreten wollen, dann kehren sie um, weil Katis Großvater im Sterben liegt. Die große Tour durch die Welt soll erst einmal nur verschoben sein. Doch als sie wieder zuhause sind, scheint sich dort alles verändert zu haben – auch die Freundschaft von Kati und Jo.

Das sagt shitesite:

Beste Gegend ist zugleich ein Roadmovie ohne Road, ein Heimatfilm, in dem die Heimat alles andere als ein Sehnsuchtsort ist, und eine Coming-Of-Age-Geschichte, in der die meisten Protagonisten schon am Anfang viel zu erwachsen für ihr Alter sind.

Der Film, nach Beste Zeit als Teil 2 einer Trilogie von Regisseur Marcus H. Rosenmüller konzipiert, funktioniert am besten als Geschichte einer Freundschaft, die gar nicht so besonders ist, und gerade deshalb eindrucksvoll. Kati und Jo sind wie Pech und Schwefel, doch sie ahnen, dass ihnen ein Lebensabschnitt bevorsteht, in dem eine so enge Verbindung sich kaum wird aufrechterhalten lassen.

Einigermaßen misslungen ist hingegen der Versuch, aus Beste Gegend so etwas wie eine Ode an das Landleben zu machen. Natürlich gibt es hier die klassischen Zutaten wie den Fußballverein, das Traktorfahren und die Pferdekoppel direkt vorm Haus. Kati kennt jeden Schleichweg und jeden Nachbarn, Jo beklagt in einer Szene, sie könne sich im Umkreis von 20 Kilometern nichts anschauen, womit sie keine Erinnerungen verknüpfe. Dazu kommt so viel Mundart, dass Beste Gegend für Nicht-Bayern manchmal schwer verständlich ist. Wer aus der Provinz kommt, wird das aber nicht (jedenfalls nicht mit einer so unspektakulären Handlung) auf der Kinoleinwand sehen wollen, und wer nicht aus der Provinz kommt, wird darin keinerlei Reiz entdecken können.

Bestes Zitat:

„Liebe ist eine Illusion! Es kommt der Tag, da wärest du schuld, dass ich unglücklich bin. Weil ich mein Leben nicht gelebt habe. Du wärest mein Gefängnis, und ich wäre deins.“

Der Trailer zum Film:

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