Männerpension


Film Männerpension

Rüdiger (Til Schweiger, links) und Gerd (Detlev Buck) winkt Hafturlaub.

Rüdiger (Til Schweiger, links) und Gerd (Detlev Buck) winkt Hafturlaub.

Produktionsland Deutschland
Jahr 1996
Spielzeit 96 Minuten
Regie Detlev Buck
Hauptdarsteller Til Schweiger, Detlev Buck, Marie Bäumer, Heike Makatsch, Leander Haußmann, Horst Krause, Jenny Elvers
Bewertung

Worum geht’s?

Dr. Fazetti ist der jüngste Gefängnisdirektor Deutschlands, und seine Aufgeschlossenheit für moderne Ideen will er mit einem neuen Projekt unter Beweis stellen: Einige Gefangene sollen Hafturlaub bekommen und ihn zum Zwecke der Resozialisierung bei alleinstehenden Frauen verbringen, die sich dafür freiwillig melden. Gerd und Rüdiger, zwei Zellengenossen, wollen unbedingt dabei sein und schaffen es tatsächlich, in das Programm aufgenommen zu werden. Als sie dann für eine Woche in die Freiheit dürfen, ist das aber keineswegs so spaßig wie erhofft: Rüdiger erlebt mit seiner Gastgeberin Emilia reichlich Reibereien, Gerd will der jungen Maren zu einer Gesangskarriere verhelfen, hat aber keine Ahnung, wie man das anstellt. Und beide haben natürlich mit ihrer Libido zu kämpfen.

Das sagt shitesite:

Blickt man heute auf Männerpension, hierzulande einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 1996, dann stellen sich vor allem zwei Effekte ein. Erstens erkennt man, wie lange die 90er Jahre schon her sind (Diese Klamotten! Wie jung Horst Krause da ist! Dass es mal ein Konzept wie „Girlie“ gab!). Zweitens ist es fast schmerzhaft zu sehen, wie sehr der deutsche Film damals noch versuchte, irgendwie den Amerikanern das Wasser reichen zu können (Männerpension lief parallel zur Premiere in Deutschland tatsächlich auch in den USA an).Schon nach 10 Minuten ist das überdeutlich, mit einer überflüssigen Striptease-Szene im Vorspann, Basketball spielenden Häftlingen und einem Schubkarrenrennen auf den Gefängnishof, das wohl die berühmteste Szene aus Ben Hur persiflieren soll.

Das ist leider sagenhaft verkrampft, und auch danach wird immer wieder klar, wie sehr Männerpension seinen Vorbildern (an erster Stelle fällt da das drei Jahre vorher produzierte True Romance ein) nacheifern möchte, mit coolen Dialogen, besonderen Bildern und skurrilen Figuren.

Meistens misslingt das aber, was auch daran liegt, dass die Ausgangssituation ebenso krude ist wie die Handlung: Warum die Häftlinge überhaupt bei Frauen untergebracht werden sollen, wird kaum plausibel gemacht. Warum Emilia ihren Gast Rüdiger, der sich so gerne als harter Kerl inszeniert, unbedingt nach ihrer Pfeife tanzen lassen will, bleibt vollkommen schleierhaft, die Machtkämpfe zwischen den beiden sind eher irritierend und nervig als unterhaltsam. Kaum einer der Beteiligten dürfte mit dem Abstand von knapp 20 Jahren noch auf Männerpension gucken, ohne sich zumindest beschämt zu fühlen – bis auf Detlev Buck, der als Regisseur hier zwar kein stimmiges Konzept findet, als Schauspieler aber die einzige Figur auf die Leinwand bringt, die nicht peinlich ist.

Bestes Zitat:

„Haben die Frauen erstmal den Fuß in der Tür, ist die Sicherheit weg, alles im Arsch.“

Der Trailer zum Film:

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