Hingehört: Brainpool – „Soda“ 3


"Soda" sprudelt fast über vor lauter Ideen.

Künstler Brainpool
Album Soda
Label Epic
Erscheinungsjahr 1995
Bewertung *****

Debütalben. Bei wenig talentierten Bands ziellose Sammlungen halbfertiger Liedchen, von den Künstlern später gerne als „Frühwerk“ abgetan. Bei Hochkarätern aber ganze Kraftwerke voller Energie, ganze Universen voller Ideen. Frische, Spielfreude, Unbeschwertheit.

Nach ein paar Sekunden besteht kein Zweifel mehr daran, zu welcher Kategorie Brainpool gehören. „Break my arm / I´ll fight you with the other one.“ Und schon haben sie dich. Ganz einfache Rhythmen, ganz einfache Akkorde, ganze einfache Melodien. Ganz einfach großartige Songs. So mitreißend wie eingängig, so clever wie ehrlich. Eines dieser Alben, die man von vorne bis hinten mitsingen kann.

Man kann ruhig Fun-Punk dazu sagen. Ich sage Jungemenschenmusik dazu. Denn kaum jemand schreibt bessere Teenager-Lyrik als Jan Kask. Fast jeder Song hat eine Zeile, auf die wohl selbst Ash neidisch geworden wären. Der Text rettet dann auch die einzigen Stücke, die etwas abfallen: Wiping The Stains und Mr. Johnson. Der Rest hätte eigentlich durchweg sechs Sterne verdient.

Ein unglaublich hohes Qualitätslevel, schon nach vier Stücken ein typischer Sound, ohne dabei die Abwechslung zu vergessen. Wo diese Songs herkommen, muss es noch eine Menge mehr zu entdecken geben. Ich weiß nicht, wo diese Schweden andauernd so tolle Bands herholen. Aber sie tun es.

Verwackelt, aber eines der wenigen frühen Brainpool-Videos im Netz: Girl Lost, live im Sommer 1996:

Brainpool bei MySpace.


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3 Gedanken zu “Hingehört: Brainpool – „Soda“