Draufgeschaut: Das Lächeln der Tiefseefische


Film Das Lächeln der Tiefseefische

Im Urlaub freundet sich Annika (Alice Dwyer) mit Malte (Jacob Matschenz) an.

Im Urlaub freundet sich Annika (Alice Dwyer) mit Malte (Jacob Matschenz) an.

Produktionsland Deutschland
Jahr 2005
Spielzeit 86 Minuten
Regie Till Endemann
Hauptdarsteller Jacob Matschenz, Alice Dwyer, Adrian Topol, Victoria Mayer, Benjamin Felix Meyer, Peter Kurth
Bewertung

Worum geht’s?

Dort wo andere die schönsten Wochen des Jahres verbringen, ist Malte zuhause. Doch für ihn herrscht Tristesse in dem kleinen Badeort an der Ostsee. Außer ein paar Nebenjobs, der Möglichkeit, ungestört überall seine Graffitis anbringen zu können, seinem Vater (einem alleinerziehenden Trinker), seinem besten Freund Pawel (einem sympathischen Prahlhans) und dem Urlaubsflirt mit der geheimnisvollen Annika gibt es nichts, was ihn dort hält. Als dann auch noch seine Schwester mit ihrem kleinen Sohn ins Elternhaus zurückkehrt, wird für ihn völlig klar: Er muss hier weg.

Das sagt shitesite:

In mancherlei Hinsicht ist Das Lächeln der Tiefseefische zu plump: Das abbruchreife Elternhaus von Malte verkörpert auch für den begriffsstutzigsten Zuschauer die ganze Perspektivlosigkeit seiner Herkunft. Die amateurhaften Graffitis werden mit dem Vorschlaghammer als Maltes kleine Rebellion und Flucht vor der Wirklichkeit inszeniert. Und der heiß ersehnte Führerschein wird unmissverständlich zum ultimativen Vehikel in die Freiheit – und das Fahrrad, mit dem Malte hier oft minutenlang unterwegs ist, umgekehrt zum Symbol für seine allenfalls halbe, lächerliche Unabhängigkeit. Zudem ist Das Lächeln der Tiefseefische weder spannend noch lustig – und trotzdem sehr sehenswert. Denn der Film schafft es ungeheuer einfühlsam, die riesige Wut, die tragischen Konflikte und die kleinen Träume eines Teenagers einzufangen.

Der Trailer zum Film:

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