Schöne Bescherung


Film Schöne Bescherung

Schöne Bescherung Review Kritik

Clark Griswold (Chevy Chase) träumt vom perfekten Weihnachtsfest.

Originaltitel National Lampoon’s Christmas Vacation
Produktionsland USA
Jahr 1989
Spielzeit 93 Minuten
Regie Jeremiah S. Chechik
Hauptdarsteller Chevy Chase, Beverly D’Angelo, Juliette Lewis, Johnny Galecki, Randy Quaid
Bewertung

Worum geht’s?

Als „der letzte echte Familienvater“ wird Clark Griswold von einem Arbeitskollegen gelobt. Genau das möchte er an Weihnachten natürlich besonders eindrucksvoll unter Beweis stellen. Doch der Weg zu einem gelungenen Heiligabend wird in diesem Jahr für ihn noch etwas steiniger als ohnehin schon. Der eindrucksvolle Baum ist zu groß für den Transport und natürlich auch fürs Wohnzimmer, der Beleuchtungsschmuck für das Haus will nicht funktionieren und bei der Auswahl eines Geschenks für seine Frau lässt er sich viel zu sehr vom Dekolleté der Dessous-Verkäuferin ablenken. Eltern und Schwiegereltern, die jeweils eingeladen sind, dürften sich wie stets auch diesmal wieder in die Haare bekommen – und nicht zuletzt ist die Gratifikation noch nicht eingetroffen, die es in jedem Jahr von seiner Firma gibt, und die Clark längst für einen Swimmingpool verplant hat, mit dem er der Familie eine besondere Überraschung bereiten will. Als dann auch noch unangekündigt sein chaotischer Cousin Eddie samt Frau und Kindern auftaucht, ist es endgültig mit der Besinnlichkeit vorbei.

Das sagt shitesite:

Es gibt etliche Elemente in Schöne Bescherung (das in Deutschland auch unter dem Titel Hilfe es weihnachtet sehr bekannt ist), die sehr typisch sind für eine Weihnachtskomödie: Die Kinder sind genervt (als Sohn der Familie ist hier Johnny Galecki in einer seiner ersten Rollen zu sehen, heute bekannt vor allem als Dr. Leonard Hofstadter aus The Big Bang Theory), den Eltern kann man es nie recht machen, die Essenszubereitung wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum Fiasko und Gags mit Tieren (Katze, Hund und nicht zu vergessen: ein Killer-Eichhörnchen) dürfen natürlich auch nicht fehlen. All das kennt man auch schon zur Genüge aus der National-Lampoon-Reihe, zu der Schöne Bescherung gehört.

Was diesen Film auszeichnet, sind zum einen lustige Nebenfiguren wie das Snob-Pärchen im Nachbarhaus oder die demente Tante. Zum anderen sind es, durchaus typisch für einen Film mit Drehbuch aus der Feder von John Hughes, etliche politische Inkorrektheiten, die gerade für eine Weihnachtskomödie auch heute noch erstaunlich sind. Vor allem aber ist es Chevy Chase in der Hauptrolle, der für die Schöne Bescherung sorgt. Allein die Konzeption seiner Figur und deren kongeniale Umsetzung tragen diesen Film. Je sehr Clark Griswold Jr. die Konvention des Fests der Liebe erfüllen will, desto deutlich wird: Er ist das Gegenteil des Weihnachtsideals. Er ist Perfektionist, Rationalist, Egoist und die Familie ist für ihn letztlich die größte Plage – kein Hort der Harmonie, sondern ein Publikum, das es zu besänftigen/ertragen/begeistern gilt. Er möchte nicht, dass die Feiertage möglichst schön für möglichst alle ablaufen. Sein eigentliches Ziel ist: Sie sollen genau so ablaufen, wie er sie sich vorstellt. Sein vermeintlicher Einsatz für die Familie zielt in Wirklichkeit darauf ab, andere in den Schatten zu stellen (den Cousin, die eigenen Eltern, die Nachbarn) und der Erfolg dabei wird in materialistischen Größen wie der üppigsten Beleuchtung, den schönsten Geschenken und eben der alles entscheidenden Gratifikation gemessen.

Schöne Bescherung ist dabei nicht immer ein Volltreffer, vor allem ein paar der Slapstick-Elemente wie der unfreiwillig auf dem Dachboden verbrachte Tag oder die Stunts mit der Leiter wirken aus heutiger Sicht etwas altbacken. Nimmt man es versöhnlich, kann man freilich feststellen, dass das zur zentralen Botschaft des Films passt: Weihnachten muss nicht perfekt sein.

Bestes Zitat:

„Ich möchte die Feiertage nicht tot verbringen.“

Der Trailer zum Film.

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