Jährliche Archive: 2004


Max Frisch – „Stiller“ 2

Zum 50. Geburtstag von „Stiller“ gibt es ein Faksimile der Erstausgabe. Es zeigt: Max Frischs Geschichte von Entfremdung und Erwartung ist nicht nur zeitlos, sondern brandaktuell.


Hermann Hesse – „Klein und Wagner“ 2

Hermann Hesse erzählt in „Klein und Wagner“ vom Scheitern an der bürgerlichen Welt. Klein war ein Spießbürger, bis er Geld unterschlug und erwischt wurde. Seine Flucht ist Befreiung und Bedrückung zugleich.


Durchgelesen: Hans-Peter Schwarz – „Anmerkungen zu Adenauer“

Autor Hans-Peter Schwarz Titel Anmerkungen zu Adenauer Verlag DVA Erscheinungsjahr 2004 Bewertung **** „Es sind vielfach dieselben Deutschen, die sich erst in großen Scharen von dem Demagogen Adolf Hitler mitreißen oder ziemlich widerstandslos kujonieren lassen und die nur wenige Jahre später in dem so ganz anderen Adenauer den größten zeitgenössischen […]


Johnny Cash – „At St. Quentin“ 7

Die Show am 24. Februar 1969 in St. Quentin war nicht irgendein Konzert: Johnny Cash spielte in einem Hochsicherheitsgefängnis – und war vom ersten Ton an der Chef im Ring.


Die Toten Hosen – „Zurück zum Glück“

Die Texte sind mittelprächtig, die Musik überzeugt: So viel Wucht, Frische und Wandlungsfähigkeit wie auf „Zurück zum Glück“ hätte man den Toten Hosen nicht mehr zugetraut.


Günter Netzer – „Aus der Tiefe des Raumes“

Ohne Klatsch, Prahlerei und Bettgeschichten kommt diese Autobiografie aus. „Aus der Tiefe des Raums“ ist ein Buch, das sich tatsächlich um nichts anderes dreht als um Günter Netzer und Fußball. Und das ist auf Dauer durchaus wohltuend.


Hingehört: Arrested Development – „Among The Trees“ 1

Künstler Arrested Development Album Among The Trees Label Edel Erscheinungsjahr 2004 Bewertung **** Wenn man im Lexikon unter „HipHop“ nachschlägt, wird man dort sicherlich etwas finden von Urbanität, Samples und Gangsta. Vielleicht noch ein paar mehr Schlagworte: Einzelkämpfer, Selbstdarsteller, frauenfeindlich, aggressiv. Arrested Development sind das genaue Gegenteil von all dem: […]


Geschäftsführerin Ramon Höfler hat noch nicht genug von Orange.

Der Stoff, aus dem Künstlerträume sind

Orange. Überall Orange. Wäre es ein bisschen wärmer, wähnte man sich auf einer Südfrucht-Plantage. Wäre es ein bisschen lauter, könnte man meinen, man sei in den Fanblock der holländischen Nationalmannschaft geraten. Doch dieses Orange rührt nicht von Obst, Trikots oder Fahnen her. Dieses Orange ziert Stoffbahnen. Meterlange Stoffbahnen. Aufgespannte, zurechtgefaltete, […]