Draufgeschaut: Verschwende Deine Jugend


Vince (Robert Stadlober, links) und Harry (Tom Schilling) träumen von einem großen Konzert.

Vince (Robert Stadlober, links) und Harry (Tom Schilling) träumen von einem großen Konzert.

Film Verschwende Deine Jugend
Produktionsland Deutschland
Jahr 2003
Spielzeit 97 Minuten
Regie Benjamin Quabeck
Hauptdarsteller Tom Schilling, Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Marlon Kittel, Nadja Bobyleva, Denis Moschitto, Dieter Landuris, Christian Ulmen
Bewertung ****

Worum geht’s?

Die Neue Deutsche Welle ist kurz davor, die Musiklandschaft in der Bundesrepublik auf den Kopf zu stellen. Nur in München hat man von dem Trend noch nicht allzu viel mitbekommen. Harry will das ändern und den neuen Sound nach München holen. Denn sein Herz hängt an der Musik, und am liebsten würde er sich voll und ganz seinem Hobby als Manager von Apollo Schwabing widmen, einem aufstrebenden Trio aus der Stadt. Doch die Band ist unzufrieden mit der Arbeit von Harry – auch, weil der in seinem Hauptberuf noch als biederer Bankkaufmann arbeitet. Um es allen zu beweisen, organisiert Harry ein Festival im Circus Krone. Das Mega-Projekt wächst ihm allerdings schon bald über den Kopf. Dass die Chartstürmer D.A.F. nichts davon wissen, dass sie als Headliner auftreten sollen, und Apollo Schwabing sich im Angesicht der großen Chance auch noch verkrachen, ist schon bald sein geringstes Problem.

Das sagt shitesite:

Nicht einen Moment lang kann Verschwende Deine Jugend leugnen, dass der Film ein Zeitdokument sein will. Der Soundtrack, die Eighties-Ästhetik, die Kostüme (herrlich, wie selbstverständlich Denis Moschitto als Gabi Delgado in das schrägste Gummi-Outfit jenseits des Michelin-Männchens schlüpft). Besonders wird Verschwende Deine Jugend aber, weil die Geschichte eben nicht nur als putziges Fotoalbum oder nostalgisches Blättern durch die Plattensammlung funktioniert, sondern auch ein gutes Stück vom Hier und Jetzt in diesen Film bringt. Da sind zum einen die Schauspieler, denen man förmlich ansieht, wie gerne sie in einer popkulturell ähnlich aufregenden Zeit gelebt hätten. Und da ist zum anderen die Handlung, die vom aufrechten Kampf gegen alle Widrigkeiten erzählt, für das, was wirklich zählt im Leben. Das ist ein Lebensgefühl – und zeitlos.

Bestes Zitat:

“Wieland Schwarz ist Musikjournalist. (…) Er kennt unglaublich viele Wörter und hat zu allem eine Meinung. Und wenn nicht, dann faselt er was, was keine Sau versteht.”

Der Trailer zum Film:

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