Draufgeschaut: 2012


Jackson Curtis (John Cusack) will seine Familie vor dem Weltuntergang retten.

Jackson Curtis (John Cusack) will seine Familie vor dem Weltuntergang retten.

Film 2012
Produktionsland USA
Jahr 2009
Spielzeit 158 Minuten
Regie Roland Emmerich
Hauptdarsteller John Cusack, Chiwetel Ejiofor, Amanda Peet, Thomas McCarthy, Oliver Platt, Thandie Newton, Danny Glover, Woody Harrelson
Bewertung ***1/2

Worum geht’s?

Wissenschaftler sind beunruhigt: Die Sonneneruptionen werden im Jahr 2009 immer stärker und bringen eine neue Art von Neutrinos auf die Erde. Diese Teilchen bedrohen die Stabilität der Erdkruste. Der Geologe Adrian Helmsley ist besonders alarmiert: Nach seinen Berechnungen könnten die Folgen katastrophal sein. Er informiert die US-Regierung, die ihn zum Berater macht und heimlich an einem Notfallplan arbeitet. Drei Jahre später erfährt durch einen Zufall auch der Schriftsteller Jackson Curtis von der Gefahr und versucht, seine Familie in Sicherheit zu bringen. Bald darauf werden die schlimmsten Befürchtungen wahr: Die Erde scheint in sich selbst zusammenzufallen.

Das sagt shitesite:

So konsequent wie in 2012 hat Roland Emmerich seine Lust an der Zerstörung noch nie ausgelebt. Diesmal muss gleich die ganze Welt dran glauben. Die Bedrohung aus dem All, die in Independence Day noch Aliens waren, sind diesmal die Neutrinos, der Klimaschock aus The Day After Tomorrow wird in Form von Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis ins Unendliche gesteigert, und zwischendurch tobt sich Emmerich mit der imaginären Abrissbirne an den Statussymbolen der Welt aus (von der Skyline in Los Angeles über den Petersdom in Rom bis hin zum Cristo Redentor in Rio), als wäre er Godzilla persönlich.

Das ist visuell ein Hochgenuss und erstaunlicherweise auch stilsicher: Das Leid ist hier fast immer ein globales. Individueller Schmerz oder gar Blut und Verstümmelung gibt es in 2012 nicht zu sehen. Und erfreulicherweise findet Emmerich inmitten der Zerstörungswut auch noch Zeit für Humor: Wenn ein Pärchen gerade diskutiert, ob sich in seiner Beziehung womöglich ein Graben auftut und dann ein Erdbeben dafür sorgt, dass mitten im Supermarkt genau das passiert, oder zwei Jazzmusiker an Bord eines Kreuzfahrtschiffes vergnügt It Ain’t The End Of The World intonieren, dann ist das eine angenehm augenzwinkernde Verschnaufpause in der Apokalypse.

Natürlich gibt es dazu reichlich Pathos, Opferkult, religiöse Überhöhung, die Geschichte einer kriselnden Familie und reichlich Anspielungen auf Verschwörungstheorien, ohne dass sich 2012 deshalb die Mühe machen würde, auf Logik oder wenigstens auf das physikalisch Mögliche zu achten. Trotzdem ist das unterhaltsames, spektakuläres, mitreißendes Popcorn-Kino.

Bestes Zitat:

“Irgendwie nervig, wenn man zugeben muss, dass die Verrückten mit ihren Pappschildern die ganze Zeit Recht hatten.”

Der Trailer zum Film:

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