Romeo Is Bleeding


Film Romeo Is Bleeding

Jack (Gary Oldham) und Mona (Lena Odin) werden von der Mafia gejagt.

Jack (Gary Oldham) und Mona (Lena Odin) werden von der Mafia gejagt.

Produktionsland USA/Großbritannien
Jahr 1993
Spielzeit 108 Minuten
Regie Peter Medak
Hauptdarsteller Gary Oldman, Lena Olin, Annabella Sciorra, Juliette Lewis
Bewertung

Worum geht’s?

„Jack war ein Romantiker. Er hatte große Träume. Das Problem war nur, dass immer ein Licht der Realität zwischen seinen Träumen und seiner Brieftasche auftaucht“, wird die Hauptfigur vorgestellt. Doch eines Tages findet der Polizist einen Weg, um ans große Geld zu kommen: Er verrät Kronzeugen an die Mafia und kassiert dafür ab. Doch als er die gefürchtete Killerin Mona Demarkov ans Messer liefern soll, geht alles schief. Jack muss plötzlich nicht nur um sein Schmiergeld fürchten, sondern um sein Leben.

Das sagt shitesite:

Getragen von zwei faszinierenden, virtuos gespielten Hauptfiguren wird aus Romeo Is Bleeding ein spannender, außergewöhnlich kluger Thriller und eine Betrachtung der menschlichen (oder bloß männlichen) Schwäche. „Sie wissen, was richtig und falsch ist, und es ist ihnen egal. Das ist doch die natürlichste Sache der Welt“, erklärt ein Mafiaboss hier an einer Stelle ganz treffend die Philosophie, der Jack letztlich zum Opfer fällt.

Er ist ein Mann, der sich immer wieder verführen lässt: von Sex, von Geld, vor allem aber von seinen eigenen Träumen. Gary Oldham verleiht dieser Gier ein Gesicht und zeigt zudem ganz vortrefflich die Entwicklung eines Verräters, der zunächst noch alles unter Kontrolle wähnt und dann schnurstracks in den totalen Zusammenbruch getrieben wird. Auch Lena Odin als Mona ist ein Ereignis: Sie macht die brutale, diabolische Killerin zu einer ganz und gar außergewöhnlichen Figur, die dem blutigen, unerbittlichen Finale eine tiefere Dimension verleiht.

Dazu spielt Romeo Is Bleeding sehr gekonnt mit der Erzählerperspektive: es wird zurückgeblendet und vorgegriffen, es gibt Déjà Vus, eine an Western erinnernde Rahmenhandlung und ein allmähliches Verschmelzen von Erzähler und Protagonist, das Paul Austers Stadt aus Glas entsprungen sein könnte. So entsteht ein schillernder Gangsterfilm rund um die Frage, wie oft man eigentlich die Seiten wechseln kann – und um die Erkenntnis, dass in der Welt des Verbrechens diejenigen am erfolgreichsten sind, die nicht einmal mehr den letzten Rest Moral kennen.

Bestes Zitat:

“Die Pazifisten glauben, sie hätten das Recht, nicht zu töten. Aber immer sterben andere bei der Verteidigung dieses Rechts.”

Der Trailer zum Film:

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