Draufgeschaut: Bang Boom Bang


Film Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding

Kalle (Ralf Richter) bricht aus dem Knast aus.

Kalle (Ralf Richter) bricht aus dem Knast aus.

Produktionsland Deutschland
Jahr 1999
Spielzeit 104 Minuten
Regie Peter Thorwarth
Hauptdarsteller Oliver Korittke, Markus Knüfken, Ralf Richter, Sabine Kaack, Diether Krebs, Christian Kahrmann, Martin Semmelrogge, Alexandra Neldel, Willi Thomczyk, Til Schweiger, Ingolf Lück
Bewertung

Worum geht’s?

Seit Keek bei einem Banküberfall groß abgesahnt hat, lässt er es sich gut gehen: Kiffen, Faulenzen, Pferderennen. Mit dem entspannten Leben ist es allerdings vorbei, als sein Komplize Kalle Grabowski aus dem Knast ausbricht. Kalle wurde damals erwischt, ist ins Gefängnis gewandert und hat Keek nicht verraten. Nun will er seinen Anteil an der Beute von 200.000 Mark, auf die Keek aufpassen sollte – doch der hat fast alles auf den Kopf gehauen und hält seinen Kumpel hin. Beim Versuch, möglichst schnell an viel Geld zu kommen, findet er Gefallen an der Idee eines Einbruchs in einer Spedition, von der ihm ein Freund erzählt. Doch der Plan ist reichlich verwegen.

Das sagt shitesite:

Til Schweiger als Fußball-Poseur mit Rastamähne. Ingolf Lück als Porno-Regisseur. Martin Semmelrogge als trotteliger Suffkopp – diese höchst amüsanten Besetzungen sind typisch für den Humor von Bang Boom Bang: Vordergründig ist hier alles platt, doch oft gibt es noch ein, zwei Ebenen dahinter.

Dass fast alle Figuren in diesem Film reichlich auf dem Kerbholz haben, dass es vor Zoten, Chauvi-Allüren und Kraftausdrücken nur so wimmelt und dass im Verlauf der Gangster-Komödie der Sound und die Bildsprache immer wichtiger werden (und so sehr in den Vordergrund treten, dass die Logik der Handlung keine allzu große Rolle mehr spielt), lässt Bang Boom Bang manchmal wie ein deutsches Gegenstück der (beinahe zeitgleich entstandenen) ersten Filme von Guy Ritchie erscheinen.

Das ist heute nicht mehr ganz so umwerfend, wie es 1999 gewesen sein muss, aber immer noch sehr unterhaltsam und unverwechselbar. Dazu kommt im ersten Teil von Peter Thorwarths Unna-Trilogie eine riesige Dosis Ruhrpott-Charme. Wenn ein Film seit 1999 ununterbrochen in einem Bochumer Kino läuft, im Dortmunder Westfalenstadion zu sehen war und noch heute zu spontanen Sauf-Abenden mit Kumpels führt, wenn er mal wieder im Fernsehen läuft, dann gibt es wohl nur ein legitimes Urteil dazu: Kult.

Bestes Zitat:

„Manche Menschen träumen ihr ganzes Leben lang ihren Traum. Irgendwann wachen sie auf und stellen fest, dass sie sich an ihren Traum überhaupt nicht mehr erinnern können.“

Der Trailer zum Film.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.