Draufgeschaut: Gladiator


Der Feldherr Maximus (Russell Crowe) soll Kaiser werden. Doch dann wird er zum Sklaven.

Der Feldherr Maximus (Russell Crowe) soll Kaiser werden. Doch dann wird er zum Sklaven.

Film Gladiator
Produktionsland Großbritannien/USA
Jahr 2000
Spielzeit 149 Minuten
Regie Ridley Scott
Hauptdarsteller Russell Crowe, Joaquín Phoenix, Connie Nielsen, Oliver Reed, Ralf Möller, Richard Harris, Derek Jacobi
Bewertung **

Worum geht’s?

Maximus ist ein römischer Feldherr. Doch nach vielen Jahren der Schlachten in Germanien ist er kriegsmüde und möchte eigentlich nach Hause zu seiner Familie. Der im Sterben liegende Caesar Marcus Aurelius erteilt ihm aber noch einen letzten Auftrag: Maximus soll sein Nachfolger werden, Ordnung in die korrupten Zustände in Rom bringen und dafür sorgen, dass das Reich wieder eine Republik wird. Während Maximus noch um eine Entscheidung ringt, kommt ihm Commodus zuvor, der Sohn des Caesar: Er tötet seinen Vater, wird selbst Imperator und will Maximus töten lassen. Doch Maximus kann seinem Hinrichtungskommando entkommen. Er flieht, wird versklavt und landet in einer Gladiatorenschule. Dort erkennt er die Chance, Karriere zu machen – und so seinen Durst auf Rache an Commodus zu stillen.

Das sagt shitesite:

Es dürfte wenige Filme geben, die so sehr auf Übertreibung setzen wie Gladiator. Die Handlung bietet, unter anderem, Vatermord, Kreuzigung und Geschwisterliebe – schon eines dieser Themen hätte locker gereicht, um sich daran zu übernehmen. Dazu gibt es fast zweieinhalb Stunden Spielzeit, ein Heer von Statisten und Landschaftsaufnahmen, die vor lauter Opulenz im Kitsch ertrinken. Mit den dabei benutzten Special Effects will Gladiator womöglich die Hybris Roms und den Glauben an Träume und Visionen als Botschaften des Schicksals in der Antike verdeutlichen, aber all das findet niemals einen tragfähigen Rahmen. Weltgeschichte und private Tragödien zu zeigen, historisch möglichst authentisch zu sein und doch modern, Action und Psychogramm zu vereinen, Archetypen zu zeigen, die doch Individuen sind – all das ist viel zu viel. Zumal es Russell Crowe in der Hauptrolle niemals vermag, seiner Figur mehr als reine Physis zu verleihen. Vor allem verblasst er gegen Joaquin Phoenix, der einen diabolischen Commodus zwischen Memme, Psycho und Tyrann gibt. Er ist das einzige, was an Gladiator rundum überzeugt.

Bestes Zitat:

“Er weiß, was Rom ist – Rom ist der Pöbel.”

Der Trailer zum Film:

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