Der Mann in der eisernen Maske


Film Der Mann in der eisernen Maske

Der Mann in der eisernen Maske Kritik Rezension

Athos (John Malkovich), Porthos (Gérard Depardieu) und Aramis (Jeremy Irons, von links) wollen den König stürzen.

Produktionsland USA, Großbritannien, Frankreich
Jahr 1998
Spielzeit 133 Minuten
Regie Randall Wallace
Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio, Jeremy Irons, John Malkovich, Gérard Depardieu, Gabriel Byrne, Anne Parillaud, Judith Godrèche, Peter Sarsgaard
Bewertung

Worum geht’s?

Am Hof von Versailles im 17. Jahrhundert lässt es sich der König gut gehen, während die kleinen Leute hungern. D’Artagnan, der Chef seiner Leibwache, hat die schwierige Aufgabe, sowohl das aufbegehrende Volk in Paris im Zaum zu halten als auch dem König ins Gewissen zu reden, damit er seine verschwenderische und selbstherrliche Regierungsführung überdenkt. Verschärft wird sein Gewissenskonflikt, als seine ehemaligen Kameraden – die einstigen Musketiere Athos, Porthos und Aramis – eine Verschwörung gegen den König planen. Sie haben einen ganz besonderen Trumpf in der Hinterhand: Aus der Bastille befreien sie einen geheimnisvollen Gefangenen und klären ihn über sein Schicksal auf. Er ist der Zwillingsbruder des Königs und wurde als Baby versteckt, damit die Herrschaft nicht geteilt werden muss. Fast niemand weiß von diesem Geheimnis , und aus dem Gefängnis wollen die Musketiere diesen Thronfolger schnurstracks nach Versaille bringen.

Das sagt shitesite:

Selbst wenn Der Mann in der eisernen Maske, basierend auf einer Vorlage von Alexandre Dumas, nicht zuvor schon viermal verfilmt worden wäre, hätte diese Adaption von Randall Wallace (der auch als Drehbuchautor bei Braveheart oder als Regisseur von Pearl Harbor eine Vorliebe für historische Heldengeschichten bewiesen hat) wenig Daseinsberechtigung. Es gibt viel Pathos und Pomp, aber wenig Fokus. Selbst nach einer guten halben Stunde ist noch nicht klar: Was will der Film? Was soll der Konflikt sein? Was ist der zentrale Inhalt? Die zerbrochene Freundschaft der Musketiere? Der Tyrann gegen das Volk? Die Liebesgeschichte zwischen Christine und Raoul, den der König aus dem Weg schaffen lässt, um die junge Schönheit zu seiner Mätresse machen zu können?

Als dann das Komplott der Musketiere nach und nach Gestalt annimmt, kommt noch immer keine Spannung auf. Selbst die hochkarätige Besetzung kann (mit Ausnahme von Gérard Depardieu, der mit den Zweifeln an seiner Männlichkeit zumindest für gelegentliche Lacher sorgt) für keinerlei Glanz oder Esprit sorgen. Stattdessen werden in Der Mann in der eisernen Maske fragwürdige Werte wie Pflichtgefühl, Ehre und Vaterland zelebriert, dazu berauscht sich der Amerikaner Wallace an historischen Klischees und seiner (wenig zutreffenden) Vorstellung von Europa in Zeiten des Absolutismus. So gibt es reichlich Geheimgänge im Palast, prunkvolle Kostüme, Verfolgungsjagden auf Pferden, Schwertkämpfe, Pestkranke und das obligatorische Kanonenfeuer – aber keinerlei gute Unterhaltung und schon gar keine eigenständige Vision davon, was diesen Film von all seinen Vorgängern abheben sollte.

Bestes Zitat:

„Das größte Geheimnis des Lebens ist, wer wir wirklich sind.“

Der Trailer zum Film.

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